Ich sage Ja

4. Reigen

1. Urkraft (2011)

ich tauche in die tiefe und springe in den himmel
ich tanze auf der erde und zerberste im feuer
ich hänge lichter am nachtenen himmel auf
ich blühe aus meinem herzen der welt entgegen

 

 

 

2. Flügel (2010)

alle segel will ich streichen
um mit dir voran zu schreiten
keiner schwelle will ich weichen
sondern üben flügel auszubreiten

du bist das wort des freien herzens
das zwischen uns schwingt
du bist die botschaft der liebe
die tief im herzen klingt

alle segel will ich streichen
um mit dir voran zu schreiten
keiner schwelle will ich weichen
sondern üben flügel auszubreiten

 

 

 

3. Hingabe (2010)

Darf ich lauschen
dem Sturm
seiner Wildheit
geben mich hin

Darf ich rennen
zur Sonne
ihrem Feuer
geben mich hin

Darf ich stampfen
die Erde
ihrem Beben
geben mich hin

Darf ich rufen
die Meere
ihrem Rauschen
geben mich hin

Darf ich leben
die Liebe
ihrem Strömen
geben mich hin

 

 

 

4. Es (2010)

Es ergreift mich
trägt mich
hält mich

Es lässt mich
nicht los
und doch so frei

Es ist das
Größte und Kleinste
im einen

Es lässt mich
sprachlos nach
Ausdruck verlangen

Es macht satt
und still

Es ist
was es will

Es lässt mich
zittern und lachen

Es ergreift mich
trägt mich
hält mich

 

 

 

5. Ohne (2012)

Alle Formen vergehen
Lerne ohne Geländer
fest – im Herz – zu stehen

 

 

 

6. Bedingungslos (2012)

bedingungslos lieben
heißt nicht
sich selbst aufgeben
sondern
bedingungslos annehmen
und
aus innerem frieden heraus
handeln

 

 

 

7. Ich sage Ja (2010)

ich sage ja zur liebe jener kraft
die alles wandelt alles schafft
auf neue weisen wege gründet
die zum wohle aller mündet

ich sage ja ich will es wagen
egal was manche dazu sagen
alles zu sehen und zu spüren
alles zurück in liebe zu führen

ich sage ja ich lasse uns frei
damit jeder sein höchstes sei
mich sein und werden stellen
gemeinsam unser licht erhellen

 

 

 

8. Im Wandel (2011)

Ich schaue die Schiffe
und höre den Wind
froh über Fenster
die zwischen uns sind

Ich liebe die Sonne
und meide die Kälte
wo werden erbaut
die künftigen Zelte

Ich ehre das Wasser
und danke dem Land
auf dessen Boden
mein Gesicht erkannt

Ich drehe die Räder
und höre den Traum
trenne Essenzen
vom bloßen Schaum

Ich folge dem Rufe
und lebe mein Lied
bin offen dafür
wohin es mich zieht

Ich lausche der Erde
und neige die Stirn
vernehme den Klang
vom neuen Gebär'n

Ich kenne die Farben
und stimme den Ton
im steten Wandel
was wissen wir schon

 

 

 

9. Zweite Geburt (2012)

als die plage
in mein zelt kam
und alles
in aufruhr geriet
schenkte mir
die mondene kraft
mein unversehrtes schwert

so schritt ich weiter
meines weges
linkerhand die blüte
und rechts die klinge
mich tags in der sonne
wärmend für die
düstere kälte der nacht
in der heimliche schätze
darauf warteten von mir
beim namen gerufen
zu werden

als die plage
in mein zelt kam
und alles
schwarz wurde
fand ich zitternd
die yangende kraft
meiner zweiten geburt

 

 

 

10. Frisch geschlüpft (2012)

zart
nackt
staunend

 

 

 

11. Orientierung (2012)

lerne das wachen
und das jagen
mit der anmut
der bewussten
heimkehr

kein anstrengen
und keine not
liegen im antlitz
des sich gewahr
werdens

berge deine kraft
und bewahre sie
mit der weisheit
der eingeweihten
natur

wache unermüdlich
und weiche nicht
mit deiner macht
aus dem achtsam
sein

finde in allem
und jedem
nichts als den
widerschein
ursprünglicher
energie

 

 

 

12. Höre den Ton (2010)

Etwas Altes verklingt
etwas Neues schwingt
höre den Ton: er singt

 

 

 

13. Im Puls (2009)

Es fließt und fließt und fließt
unterbreche nicht den Fluss
durch deine Vorstellung

Es pulst und pulst und pulst
verändere nicht den Takt
durch deine Vorstellung

Du bist und bist und bist
verforme nicht dein Sein
durch deine Vorstellung

 

 

 

14. Das Neue (2011)

schon flüstert der wind
vom berg zum strand

rauscht in meinen ohren
das unbekannte wort

da drückt der himmel
seine themen in die erde

sinken meine lider
strömt das neue ein

weder kenne ich das ziel
noch weiß ich den namen

doch fließt es wie wasser
aus einer heißen quelle

 

 

 

15. Transformation (2011)

Es  wandelte meinen Verstand
mein Gedächtnis
meine Sprache
den Raum
die Zeit
dich

Ich fand alles wieder
Kopf, Herz, Bauch
einen Kalender
mich-dich
halt in
ewigkeit

 

 

 

16. Einverstanden (2011)

der du mir meinen honig bringst
und mir deine hände zum frieden reichst
dem möchte ich offenbaren
meinen letzten schmerz

und mit dir will ich noch einmal
über die erde gehen
in dankbarer andacht
alles neu aus sicht des himmels sehen

der du mir meinen honig bringst
und mir meinen schmerz zum lösen zeigst
mit dem möchte ich in liebe gestalten
wann und was immer mir auch geschieht

 

 

 

 
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