Wage den ersten Schritt,

und ein Weg wird sich auftun.

 

Zen-Weisheit

Was bedeutet Ganzheitlichkeit?

 

In unserer Gesellschaft kursieren verschiedene Vorstellungen und Definitionen darüber, was der Begriff Ganzheit bzw. Ganzheitlichkeit bedeutet. Manche wollen damit einfach nur ausdrücken, dass sie den Menschen nicht reduktionistisch, sondern als ganzes Wesen betrachten, das körperliche, emotionale, mentale, spirituelle und ökologische Aspekte umfasst.

 

Andere, dazu zähle ich auch mich, beziehen sich mit Ganzheitlichkeit eher darauf, dass alles auf der Welt (also auch die oben genannten Aspekte) untrennbar miteinander verbunden ist und einen gemeinsamen Ursprung hat. Ist man sich dessen nicht nur auf dem Meditationskissen bewusst, sondern auch in der Warteschlange beim Bäcker oder im Streit mit dem Nachbarn, spricht man im spirituellen Kontext von Einheitsbewusstsein. Die Ganzheit kann durch unmittelbare Einsicht erkannt oder aufgrund rationaler Argumente angenommen werden.

 

Allerdings gibt es hier verschiedene ganzheitliche Positionen und zwischen diesen auch Auseinandersetzungen. Denn die ganzheitliche Perspektive muss (unabhängig davon, wie sie erlangt wurde) bezüglich ihrer Relevanz für den Alltag und der praktischen Umsetzung interpretiert werden, und darüber kann man sich uneinig sein. Das ist so ähnlich wie beim Umweltschutz, wenn Menschen darüber diskutieren, welche Maßnahmen zum Ziel führen und was die konkreten nächsten Schritte sind.

 

Kurz: Bezeichnet eine Person ihren Ansatz als ganzheitlich, kann darin nicht mehr als ein erster Hinweis gesehen werden. Wie die Person tickt und Ganzheitlichkeit lebt, erkennt man erst nach und nach.

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